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05.11.2020


Bahn frei für den Elmshorner Kalender

Auflage 2021 ab 11. November in der Flora Apotheke erhältlich

Elmshorn, 05. November 2020. Bahn frei für den neuen Elmshorner Kalender! Auch die Flora Apotheke nimmt schon Kurs auf 2021 und gibt am 11. November das Startsignal zum Kalender-Verkauf: Dann ist die neue Auflage in der Flora Apotheke erhältlich. „Der Weg in die Vergangenheit führt uns diesmal über die Bahngleise. So kommen wir wieder einem interessanten Kapital unserer Stadtgeschichte auf die Spur“, findet Sönke Kehrhahn. Seit vielen Jahren trägt der Inhaber der Flora Apotheke das Projekt zur Förderung des Stadtarchivs gern mit, um „heute das Gestern für Morgen zu bewahren“.

Im Elmshorner Kalender 2021 reicht das Gestern weit zurück. Mit der ersten Eisenbahn in Schleswig-Holstein, die am 18. September 1844 von Altona nach Kiel Fahrt aufnahm, entwickelte sich Elmshorn – auch dank der Hafenbahn und der Elmshorn-Barmstedt-Oldesloer-Eisenbahn – zu einer bedeutenden Industriestadt. Diese Entwicklung mit all den großen und kleinen Herausforderungen in den folgenden Jahrzehnten wird anhand von alten Fotos mit Texten von Jens Gatzenmeier, Vorstandsmitglied des Vereins zur Förderung des Stadtarchivs Elmshorn, dokumentiert.

Die Geschichte der Bahn wird anschaulich: Ordentlich Dampf ließen nicht nur die Lokomotiven ab, die bis Mitte der 1960er Jahre auf der Strecke unterwegs waren, sondern vermutlich auch die Fußgänger, Rad- und Autofahrer am Bahnübergang Bauerweg/Schulstraße, wo die Schranken bis zu acht Stunden täglich geschlossen waren und die Verkehrsteilnehmer auf die ein oder andere Geduldsprobe stellten. Alltägliche Szenerien zeigen die Ansichten auf dem Titelbild. Sie offenbaren: Immer wieder mussten in der Stadt die Weichen neu gestellt werden – ob durch den Bedeutungsverlust des einst so wichtigen Hafenumschlags oder nach dem Bombenangriff im August 1943, bei dem das Empfangsgebäude des Bahnhofs zerstört wurde. Festgehalten wird auch: Die Elmshorner ließen sich nicht aus dem Gleis bringen.

Mit dieser Zusammenstellung in Bild und Wort ist ein wertvolles Stück Stadthistorie aufgearbeitet worden. Und wer möchte, kann diese Geschichte(n) Monat für Monat in vollen Zügen genießen.  „Der Elmshorner Kalender begleitet uns durch das Jahr und gibt uns durch die Erinnerungen an die vergangenen Zeiten ein Fundament, durch das wir uns in der heutigen Welt verorten können“, sagt Sönke Kehrhahn. „Dafür machen wir gern die Bahn frei!“

In der Flora Apotheke (Schulstraße 25) ist der Kalender ab Mittwoch, 11. November, zu den gewohnten Öffnungszeiten erhältlich. Es wird kein Verkaufspreis erhoben, jedoch um eine freiwillige Spende von mindestens zwei Euro gebeten. Der Erlös des Elmshorner Kalenders kommt wieder in voller Höhe dem Verein zur Förderung des Stadtarchivs Elmshorn zugute. Die Druckauflage liegt bei 2.500 Exemplaren.


29.10.2020


Nachruf

Wir trauern um Karl Heinz Kuhlemann
*09.11.1931 +17.10.2020

Karl Heinz Kuhlemann war quasi der Gründer des Vereins zur Förderung des Stadtarchivs Elmshorn. Ohne seine Initiative wäre möglicherweise der Verein gar nicht gegründet worden. Er war über 25 Jahre im Stadtarchiv Elmshorn tätig, mehrere Jahr als ehrenamtlicher Leiter. Nach seinem Ausscheiden aus dem Vorstand des Fördervereins auf eigenen Wunsch wurde er zum Ehrenmitglied ernannt.

Die Auszeichnungen für sein umfangreiches Wirken sind vielfältig. Er erhielt die Ehrennadel in Silber des Landes Schleswig-Holstein, die Verdienstmedaille der Stadt Elmshorn und die Ehrenmedaille der Bismarckschule. Er war Initiator und langjähriger Vorsitzender des Schulvereins der Grundschule Hainholz, Vorsitzender der Vereinigung für Familienkunde Elmshorn und Umgebung, zeitweise Kirchenarchivar mit Sitz in Elmshorn und hatte sicherlich noch eine ganze Reihe von weiteren Ehrenämtern und Auszeichnungen.

Legende sind seine Vorträge zur Geschichte der Stadt Elmshorn. Der Vortrag zur Sturmflut 1962 im Kollegiensaal des Rathauses musste eine halbe Stunde vor Beginn wegen Überfüllung geschlossen und noch zweimal wiederholt werden. Wenig anders war es zu dem Thema Bombennacht in Elmshorn vom 3. auf den 4. August 1943. Die Liste seine Publikationen würde über mehrere Seiten gehen. Er war auch viele Jahre Mitglied im Redaktionsbeirat des Jahrbuches für den Kreis Pinneberg, das vom Heimatverband des Kreises Pinneberg herausgegeben wird. Er war der Chronist der heutigen Stadtteile und ehemaligen Gemeinden Hainholz und Langelohe und Mitglied in der Geschichtswerkstatt Hainholz.

Im Stadtarchiv initiierte Karl Heinz Kuhlemann die Heftreihe „Materialien zur Elmshorner Geschichte“, bei der er von 6 Bänden 5 geschrieben hat.
Wir werden Karl Heinz für immer vermissen. Unser Mitgefühl gehört seiner Familie.