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Die Geschichte der EBOE (Elmshorn-Barmstedt-Oldesloe Eisenbahn)

Am 15. Juli 1896 wurde die zehn Kilometer lange Kleinbahn von Elmshornnach Barmstedt durch die Elmshorn-Barmstedter Eisenbahn-AG eröffnet. Diese wurde am 9. Juni 1907 von der am 3. Dezember 1904 gegründeten Elmshorn-Barmstedt-Oldesloer Eisenbahn-AG (EBOE) in Elmshorn übernommen. Sie eröffnete am selben Tag die weiterführende Strecke Barmstedt–Ulzburg (heute Henstedt-Ulzburg -Oldesloe (heute Bad Oldesloe) als Nebeneisenbahn und konnzessionierte die bisherige Kleinbahn in eine Nebeneisenbahn um, um auch durchgehenden Verkehr zur Staatsbahn zu ermöglichen. Der Bau der 42 Kilometer langen Strecke kostete rund 2,9 Millionen Mark. Für den Betrieb standen acht Dampflokomotiven zur Verfügung.

Die nunmehr 53 Kilometer lange normalspurige Strecke verläuft durch dünn besiedelte ländliche Landschaft. Sie wurde durchgehend eingleisig errichtet, wegen ihrer strategischen Bedeutung als Ost-West-Verbindung und nördliche Umfahrung Hamburgs erhielten ihre Bahnhöfe lange Ausweichgleise.

Der Personenverkehr war nur zwischen Elmshorn und Barmstedt lohnend, zwischen Barmstedt und Bad Oldesloe wurde ab 1931 auf Triebwagen umgestellt. Der Güterverkehr war aber ausreichend. Nach der Grenzziehung 1945 fehlten aber die Durchgangsgüterzüge aus Richtung Osten. Das besserte sich nach Öffnung des Übergangs Herrnburg bei Lübeck. Infolge von Produktionseinstellungen und Verkehrsverlagerung entfielen aber diese Transporte in den 1970er Jahren. Das Geld für eine notwendige Streckensanierung fehlte, die Gleise lagen noch in Kiesbettung.

Am 29. September 1973 wurde der Personenverkehr zwischen Barmstedt und Bad Oldesloe stillgelegt, nachdem schon seit Jahresbeginn zwischen Barmstedt und Alveslohe Schienenersatzverkehr bestanden hatte.

Mit dem Jahresende 1973 stellte die EBOE auch den Güterverkehr ab Barmstedt ein. Einige Zeit führte die AKN noch Güterverkehr von Alveslohe über Ulzburg bis Henstedt durch. Güterverkehr zwischen Ulzburg und Blumendorf war bis zum 31. Dezember 1981 möglich. Das vier Kilometer lange Reststück vom Bahnhof Blumendorf nach Bad Oldesloe wird als Industriestammgleis der Stadt Bad Oldesloe betrieben. Die Gleisanlagen zwischen Ulzburg und Blumendorf sind inzwischen längst abgebaut. Die gleislose Trasse wurde zum Radwanderweg Im Bereich Wakendorf II bis Nahe erhielt dieser Radweg Informationstafeln und ist Europas längster Obstgehölzpfad.

Seit 1965 gehört die Strecke Elmshorn–Barmstedt unter der Linienbezeichnung EBO zum Hamburger Verkehrsverbund (HVV).

Quelle: Wikipedia 2013

 


  1910  /  Bildergalerien  /  Last Updated September 14, 2013 by Arno Freudenhammer  /